Dr. Katharina Kellmann – Historikerin

Geschichte span­nend und fak­ten­reich zu erzäh­len – das ist mein Ziel.

Mein Name ist Katha­rina Kell­mann. Ich bin His­to­ri­ke­rin und ver­öf­fent­li­che auf die­ser Home­page Auf­sätze, Buch­be­spre­chun­gen und Glos­sen. Der Schwer­punkt liegt auf den his­to­ri­schen Auf­sät­zen. Die Zitate habe ich Quel­len­samm­lun­gen ent­nom­men; die Recht­schrei­bung wurde meis­tens den heu­ti­gen Regeln des „Duden“ ange­passt.

Von 1992 bis 1998 stu­dierte ich Geschichte mit den Neben­fä­chern Jura und Sozio­lo­gie. Das Stu­dium schloss ich 1998 mit dem Magis­ter ab. 2007 wurde ich mit einer Arbeit über den deut­schen Sozi­al­li­be­ra­lis­mus zum Dr. phil. pro­mo­viert. Neben mei­ner Arbeit nahm ich zeit­weise einen unbe­sol­de­ten Lehr­auf­trag wahr. In Hand­bü­chern und Fach­zeit­schrif­ten ver­öf­fent­li­che ich Arti­kel (siehe „Ver­öf­fent­li­chun­gen“ am Schluss die­ses Tex­tes). Im Ver­band His­to­ri­ker und His­to­ri­ke­rin­nen Deutsch­lands e. V. bin ich Mit­glied.

Im „Hea­der“ sehen Sie ein Bild des eng­li­schen Malers Wil­liam Tur­ner mit dem Titel „The Fight­ing Temer­aire“. Das Gemälde ent­stand 1839. Ein Dampf­schlep­per zieht den Rumpf des ehe­ma­li­gen Lini­en­schif­fes „Temer­aire“ zu dem Dock, an dem es abge­wrackt wer­den soll. Die „Temer­aire“ hatte 1805 an der legen­dä­ren See­schlacht von Tra­fal­gar teil­ge­nom­men. 1838 ist ihre Zeit abge­lau­fen; ohne Segel erscheint sie nur noch wie ein müdes Pferd, das seine Schul­dig­keit getan hat und zum Abde­cker geführt wird. Der Damp­fer kann sich mit der majes­tä­ti­schen Schön­heit des Lini­en­schif­fes nicht mes­sen, aber die neue Tech­no­lo­gie wird bald die Welt­meere beherr­schen.

Ver­gan­gen­heit und Zukunft sind hier auf die­sem Bild ver­eint. Mit der Ver­gan­gen­heit hat der His­to­ri­ker zu tun. Aber er lebt in der Gegen­wart. Er war nicht bei Tra­fal­gar dabei; er hat nie auf den Plan­ken der „Temer­aire“ gestan­den, wenn der Wind in ihre Segel fuhr und das Schiff mit Leben erfüllte. Aber er darf sich auch nicht von die­sen Bil­dern täu­schen las­sen. In den Bord­wän­den der „Temer­aire“ waren noch Jahre nach Tra­fal­gar wahr­schein­lich Spu­ren von Blut zu fin­den. Die, die in der See­schlacht ihr Leben las­sen muss­ten, waren 1838 ver­ges­sen.

Der His­to­ri­ker ver­sucht, sich mit den Metho­den der Quel­len­kri­tik einer ihm frem­den Epo­che zu nähern. Beschrei­ben und Erklä­ren – das sind seine Auf­ga­ben. Er sitzt nicht zu Gericht über Men­schen, die frü­her leb­ten; aber er darf auch nichts ver­schwei­gen oder ver­klä­ren. Und er sollte sich der Gren­zen sei­nes Faches bewusst sein.

Ich inter­es­siere mich für die deut­sche und euro­päi­sche Geschichte seit 1648. Manch­mal mache ich auch Abste­cher in das 16. oder 15. Jahr­hun­dert.

Meine Inter­es­sen sind breit gespannt: Die Revo­lu­tion von 1918/19, die Geschichte des Libe­ra­lis­mus oder des Zwei­ten Welt­kriegs,  die See­fahrt, bio­gra­fi­sche Skiz­zen oder The­men aus dem Bereich Mode und Kul­tur.

Manch einer wun­dert sich viel­leicht – was hat ein Auf­satz über den Ein­mar­sch der Wehr­macht in Russ­land 1941 neben einer Glosse über den Mini­rock zu suchen? Betrach­ten Sie die Auf­sätze bitte als Ange­bot – möge hof­fent­lich jeder etwas fin­den, das ihn zum Ver­wei­len ani­miert.

In unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den erschei­nen neue Bei­träge – min­des­tens jedoch ein­mal im Monat.

Ich wün­sche Ihnen viel Ver­gnü­gen auf mei­ner Home­page.

Dr. Katha­rina Kell­mann

 

Ver­öf­fent­li­chun­gen: Bücher und Bei­träge in Fach­zeit­schrif­ten, Hand­bü­chern und Sam­mel­bän­den

Wal­ter Encke – ein radi­kal­de­mo­kra­ti­scher Poli­zei­of­fi­zier am Ende der­Wei­ma­rer Repu­blik, in: Inge Marßolek, Till Schelz-Bran­den­burg (Hrsg.): Soziale Demo­kra­tie und sozia­lis­ti­sche Theo­rie. Fest­schrift für Hans-Josef Stein­berg zum 60. Geburts­tag, Bre­men, 1995. S. 256-285 (zusam­men mit Peter Brandt)

Anton Erkelenz und die libe­rale Arbei­ter­po­li­tik im spä­ten Kai­ser­reich, in: Jahr­buch­buch zur Libe­ra­lis­mus-For­schung, 13. Jahr­gang 2001, S. 151-178

Ein Sozi­al­li­be­ra­ler in der SPD am Ende der Wei­ma­rer Repu­blik, in: IWK, 39, (2003), S. 479-504

Gene­ral­oberst Alfred Jodl – Chef des Wehr­macht­füh­rungs­sta­bes: Ein Bei­trag zur Dis­kus­sion über das Ver­hält­nis zwi­schen Wehr­macht und NS-Regime, Saar­brü­cken 2004

Die süd­deut­schen Reform­staa­ten, in: Peter Brandt, Mar­tin Kir­sch, Arthur Schle­gel­milch (Hrsg.): Hand­buch der euro­päi­schen Ver­fas­sungs­ge­schichte im 19. Jahr­hun­dert. Insti­tu­tio­nen und Rechts­pra­xis im gesell­schaft­li­chen Wan­del. Bd. 1: Um 1800, Bonn 2006, S. 714-784 (zusam­men mit Patri­cia Dre­wes)

Anton Erkelenz – Ein Sozi­al­li­be­ra­ler im Kai­ser­reich und in der Wei­ma­rer Repu­blik, Müns­ter 2007 

Deut­sche Staa­ten zwi­schen stän­di­sch-vor­mo­der­ner und moder­ner Kon­sti­tu­tion, in: Wer­ner Daum, Peter Brandt, Mar­tin Kir­sch, Arthur Schle­gel­milch (Hrsg.): Hand­buch der euro­päi­schen Ver­fas­sungs­ge­schichte im 19. Jahr­hun­dert. Insti­tu­tio­nen und Rechts­pra­xis im gesell­schaft­li­chen Wan­del. Bd. 2: 1815–1847, Bonn 2012, S. 927-958

Die Linke in der SPD, in: Poli­ti­sche Bewe­gung und Sym­bo­li­sche Ord­nung: Hage­ner Stu­dien zur Poli­ti­schen Kul­tur­ge­schichte. Fest­schrift für Peter Brandt, Bonn 2014, hier: S. 421-444

Anton Erkelenz (1878 bis 1945): Als Sozi­al­li­be­ra­ler zur SPD, in: Det­lef Leh­nert (Hrsg.): Vom Links­li­be­ra­lis­mus zur Sozi­al­de­mo­kra­tie. Poli­ti­sche Lebens­wege in his­to­ri­schen Rich­tungs­kon­flik­ten 1890–1945, Wei­mar, Köln 2015, S. 263-290

Ca. 20 Rezen­sio­nen in Fach­zeit­schrif­ten.

 

 

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Dr. Katha­rina Kell­mann