Dr. Katharina Kellmann – Historikerin

Guten Tag,

mein Name ist Katha­rina Kell­mann. Ich bin His­to­ri­ke­rin und ver­öf­fent­li­che auf die­ser Home­page Auf­sätze, Buch­be­spre­chun­gen und Glos­sen. Der Schwer­punkt liegt auf den his­to­ri­schen Auf­sät­zen. Die Zitate habe ich Quel­len­samm­lun­gen ent­nom­men; die Recht­schrei­bung wurde den heu­ti­gen Regeln des „Duden“ ange­passt.

Von 1992 bis 1998 stu­dierte ich Geschichte mit den Neben­fä­chern Jura und Sozio­lo­gie. Das Stu­dium schloss ich 1998 mit dem Magis­ter ab. 2007 wurde ich mit einer Arbeit über den deut­schen Sozi­al­li­be­ra­lis­mus zum Dr. phil. pro­mo­viert. Neben mei­ner Arbeit nahm ich zeit­weise einen unbe­sol­de­ten Lehr­auf­trag wahr. In Hand­bü­chern und Fach­zeit­schrif­ten ver­öf­fent­li­che ich Arti­kel. Im Ver­band His­to­ri­ker und His­to­ri­ke­rin­nen Deutsch­lands e. V. bin ich Mit­glied.

„Die Frei­heit führt das Volk“, so lau­tet der Name des Gemäl­des, das der fran­zö­si­sche Maler Eugene Delacroix 1830 schuf. Das Bild nimmt Bezug auf den zwei­ten Tag der Juli­re­vo­lu­tion von 1830 in Frank­reich. Das Volk erhob sich gegen die reak­tio­näre Herr­schaft von Karl X. Das Bild hat mich von Jugend an fas­zi­niert. Als ich 18 war, sah ich nur die makel­lose Hel­din der Revo­lu­tion und Men­schen, die für ihre Frei­heit kämp­fen. Das Inter­esse an der Frei­heit ist geblie­ben, aber je älter ich wurde, desto mehr begriff ich, dass sich die Geschichte nicht in schwarz und weiß ein­tei­len lässt. Tho­mas Nip­per­dey, ein deut­scher His­to­ri­ker, hat ein­mal gesagt, die Grund­farbe der Geschichte sei grau. Damit meinte er nicht, dass Geschichte lang­wei­lig ist, son­dern dass es die Zwi­schen­töne sind, deren Erfor­schung die Arbeit eines His­to­ri­kers aus­ma­chen. Gut und Böse gibt es nur im Mär­chen. Doch das Bild von Delacroix ist mir in Erin­ne­rung geblie­ben, denn es ver­kör­pert für mich die Hoff­nung dar­auf, dass die Geschichte ein Ver­spre­chen bereit hält, die Hoff­nung, dass immer mehr Men­schen in den Genuss von Frei­heits­rech­ten kom­men. Aber das Gemälde ent­hält auch eine War­nung: Diese Frei­heits­kämpfe ver­lie­fen oft blu­tig. Wenn das Bild von Delacroix auf jeder Seite im „Hea­der“ auf­taucht, ist das auch so eine Art Pro­gramm für diese Home­page.

Mein Inter­esse gilt der Poli­tik­ge­schichte. Dabei fas­zi­niert mich das Offene an his­to­ri­schen Pro­zes­sen. Wir ken­nen nur das „Ende der Geschichte“. Die Gefahr liegt nahe, dass man vom Ergeb­nis her ver­sucht, Geschichte zu rekon­stru­ie­ren. Nicht sel­ten über­sieht man dabei, wie facet­ten­reich die Ver­gan­gen­heit war.

Mein Ziel besteht darin, Geschichte span­nend zu erzäh­len, dabei aber wis­sen­schaft­lich genau zu blei­ben. Das Spek­trum mei­ner The­men umfasst die deut­sche und euro­päi­sche Geschichte seit 1648. Manch­mal mache ich auch Abste­cher in das 16. oder 15. Jahr­hun­dert. Meine The­men sind breit gespannt: Das kann die Revo­lu­tion von 1918/19 sein, die Geschichte des Libe­ra­lis­mus und der See­fahrt oder The­men aus dem Bereich Mode und Kul­tur.

Ich wün­sche Ihnen viel Ver­gnü­gen beim Lesen.

Dr. Katha­rina Kell­mann

Das Foto habe ich pixabay ent­nom­men.